Der Begriff Poyurethane bezeichnet Kunststoffe (Polymere), die durch Polyadditionsreaktion von mehrfunktionellen Isocyanaten mit reaktionsfähigen, "wasserstoffaktiven" Verbindungen entstehen, die mindestens zwei OH-Gruppen tragen.

 

Die Polyadditionsreaktion wurde 1937 von Otto Bayer, einem Chemiker, in Leverkusen entdeckt und für die kommerzielle Nutzung entwickelt.

 

Polyurethane begegnen uns im täglichen Leben als weiche Polsterschäume, als Wärmedämmstoffe, als elastische Schuhsohle, als Automobillenkrad u.v.a.m.

 

Mit einem weltweiten Jahresverbrauch von ca. 5 Millionen Tonnen gehören die Polyurethane heute zu den wirtschaftlich wichtigsten Spezialkunststoffen. Ihre große Bedeutung verdanken sie vor allem zwei Besonderheiten, die sie von vielen anderen Kunststoffen unterscheiden:

  • PUR-Produkte können durch intensives Vermischen von flüssigen reaktiven Ausgangsstoffen auch in kleineren Verarbeitungsbetrieben auf einfache Weise in der gewünschten Form hergestellt werden.
  • Eine Vielzahl von Ausgangstoffen ermöglicht "maßgeschneiderte" Werkstoffe mit einem breiten Eigenschaftsspektrum: von hart bis weich, geschäumt (zellig) oder kompakt.

Quelle: Reinhard Leppkes: Polyurethane, Verlag moderne Industrie: Die Bibliothek der Technik Band 91